Hohe Formgenauigkeit und enge Toleranzen

Induktivgebogene Stahlrohre weisen eine hohe Formgenauigkeit auf. Das Biegen bei induktiver Erwärmung des Rohres ist ein fortschrittliches Verfahren mit einem weitgehend automatisierten, kontinuierlich fortschreitenden Verformungsprozeß, bei dem das Rohr in der von einem ringförmigen Induktor erwärmten schmalen Zone gebogen wird. Die Biegekraft wirkt axial auf das an seinem vorderen Ende in einen Schwenkarm eingespannte Rohr. Dabei beschreibt der Biegearm um seinen Drehzapfen einen Kreisbogen mit dem eingestellten Biegeradius. Das Rohr folgt unter dem Zwang der aufgebrachten Vorschubkraft der vorgegebenen Kreisbahn.

Die Umformung zum induktivgebogenen Stahlrohr übernimmt eine der leistungsfähigsten Rohrbiegemaschinen der Welt. Der Prozeß des Biegens erfolgt mit partieller induktiver Erwärmung bei exakt gesteuerter Temperaturführung. Die Anlage ist mit zwei Biegearmen ausgerüstet, die in ihrem Einsatzbereich den unterschiedlichen Spezifikationen der Endprodukte entsprechen.

Die kraftvolle Auslegung der Biegemaschine ermöglicht die Herstellung von Rohrbogen mit engen Biegeradien auch bei großen Rohrdurchmessern und Wanddicken. Dies gilt für ferritische wie austenitische Werkstoffe gleichermaßen.

Doch auch extrem große Biegeradien bis zu mehreren hundert Metern können realisiert werden. Die Leistungsfähigkeit der Mannesmann-Induktivbiegeanlage schafft zusätzlichen Spielraum für spezielle Problemlösungen wie z. B. das Biegen von geschmiedeten Formteilen.

Rohrleitungsteil, geschmiedet

Rohrleitungsteil, geschmiedet

Sämtliche Prozeßschritte - angefangen von der Angebotsabgabe, über die Fertigungsplanung und Steuerung der Induktivbiegeanlage bis hin zu Qualitätssicherungsmaßnahmen - erfolgen rechnergestützt über ein integriertes EDV-System.

Biegen eines 40"-Großrohres

Biegen eines 40"-Großrohres